Feministische Architektur und Stadtplanung
Geladenes Interview in OKTO TV
Architektur ist nie neutral – sie zeigt, wer mitgedacht wird und wessen Perspektiven unsichtbar bleiben. Sexismus in der Architektur zeigt sich darin, wer plant, für wen Räume gestaltet werden und wer von Entscheidungen ausgeschlossen ist. Viele Räume werden nach einseitigen Lebensmodellen entworfen, ohne Sorge- oder Betreuungsverantwortung zu berücksichtigen.
Feministische Architektur dagegen schafft Räume, in denen sich alle Menschen, insbesondere Frauen, wohlfühlen. Sie plant inklusiv und berücksichtigt die Vielfalt unserer Gesellschaft: unterschiedliche Lebensrealitäten, Bedürfnisse und Alltagsanforderungen werden mitgedacht. So entstehen Räume, die sicher, zugänglich, leistbar und sozial gerecht sind.
Seit 2014 beschäftige ich mich damit, wie Gender und Raum zusammenhängen und was einen inklusiven Raum ausmacht. Feministische Planung hinterfragt ungleiche Machtverhältnisse in Lehre, Planung und Bauwesen, macht unsichtbare Perspektiven sichtbar und wertet soziale Aspekte gleichrangig neben Technik und Form.
Ziel ist, Räume zu gestalten, die Teilhabe, Sicherheit und Alltagstauglichkeit ermöglichen, die fürsorglich, durchmischt und zugänglich sind und gesellschaftliche Gleichberechtigung unterstützen. Wandel ist sichtbar, braucht aber weiterhin Unterstützung, Kreativität und politische Förderung.
Leistung
Geladenes Interview zu feministischer Architektur und Stadtplanung
Auftraggeberin
OKTO TV, Beitragsgestaltung: Carola Kolm und Franziska Voithofer
Zeitraum
Interview am 13. November 2025, Ausstrahlung am 11.Dezember 2025

