EXPERTISE

Expertise für sozial nachhaltige Planung, Gleichstellung und Planungskultur

Mein berufliches Profil verbindet langjährige internationale Architektur- und Planungspraxis, Baukulturvermittlung und akademische Lehre mit wissenschaftlicher Tätigkeit sowie Hochschul- und Wissenschaftsmanagement. Diese Erfahrungen prägen meinen Blick auf das Zusammenspiel von gebauter Umwelt, gesellschaftlichen Anforderungen, Planungsprozessen und institutionellen Strukturen.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Wohnen, Wohnbau und Wohnbaupolitik, Quartiers- und Stadtentwicklung sowie die strukturellen Bedingungen von Planung. Gender Planning, Gleichstellung, Diversität und Care verbinde ich dabei mit sozialer Nachhaltigkeit und räumlicher Gerechtigkeit – mit einem gendertransformativen Ansatz für Veränderungen in räumlichen Lösungen ebenso wie in Planungsprozessen, Planungskulturen und institutionellen Strukturen.


Planungskompetenz aus der Architekturpraxis

PLANUNG VERSTEHEN

Die architektonische Praxis bildet eine wesentliche Grundlage meiner heutigen Arbeit. Planung verstehe ich als soziale Praxis und als räumlichen, gesellschaftlichen und institutionellen Prozess, in dem Entwurf, Nutzung, Interessen und strukturelle Rahmenbedingungen zusammenwirken. Diese Erfahrung prägt mein heutiges Planungsverständnis.

Meine mehr als zehnjährige internationale Planungspraxis (zwischen 1995 und 2019) umfasst Stadtteilentwicklungen sowie Infrastruktur-, Büro-, Hotel- und Wohnbauprojekte in fünf europäischen Ländern – Großbritannien, Niederlande, Deutschland, Schweiz und Österreich. In London war ich bei Alsop Architects, Grimshaw Architects und Building Design Partnership als Teil- und Co-Projektleiterin tätig; in Wien bei Zechner & Zechner ZT GmbH, Buschina & Partner ZT GmbH und hochform. Architekten ZT GmbH. In beiden Städten arbeitete ich auch freiberuflich. Seit 2018 habe ich die Ziviltechnikerbefugnis für Architektur.

Eine Architektin in Sicherheitskleidung und Helm steht in einem Bauinneren und hält Baupläne in den Händen.
Zwei Personen in Baustellenkleidung und Helmen gehen durch eine Baustelle in einem großen, offenen Raum mit hohen Fenstern.

Baukulturvermittlung & Gesamtkoordination

ÖFFENTLICHEN DIALOG GESTALTEN

Baukulturvermittlung ergänzt die Planungspraxis um die öffentliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Architektur und gebauter Umwelt. Sie vermittelt fachliche Inhalte, eröffnet den Dialog darüber, wie wir leben und unsere Lebensräume gestalten, und macht soziale und kulturelle Dimensionen von Planung sichtbar. Diese Erfahrung prägt bis heute meinen Wissenstransfer.

Als Projektleiterin der Architekturtage 2012 „Anders als geWohnt“ verantwortete ich die österreichweite Gesamtkoordination des biennalen Baukulturfestivals mit rund 500 Programmpunkten in allen Bundesländern. Dazu gehörten Programm- und Netzwerkkoordination, die Abstimmung institutioneller Partner:innen, Mittelakquise bei Fördergebern und Sponsoren sowie die operative Gesamtumsetzung einschließlich Öffentlichkeitsarbeit und der zentralen Eröffnungsveranstaltung in Wien.

Menschen sitzen in einem großen, hell erleuchteten Veranstaltungsraum und schauen aufmerksam nach vorne.
Menschen versammeln sich vor einer Baustelle mit mehreren Baukränen und einem im Bau befindlichen Gebäude, um eine Führung zu erhalten.

Akademische Lehre und Hochschultätigkeit

PERSPEKTIVEN VERMITTELN

In der Hochschullehre vermittle und reflektiere ich Architektur, Planung und Planungsstrukturen aus gesellschaftlichen, sozialen und institutionellen Perspektiven; ein langjähriger Schwerpunkt liegt auf feministischen sowie Gender- und Diversitätsperspektiven. Meine Lehre ist forschungsgeleitet, interdisziplinär und international ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen von räumlicher Gestaltung, unterschiedlichen Lebensrealitäten, gesellschaftlicher Teilhabe und institutionellen Rahmenbedingungen.

Meine akademische Tätigkeit umfasst 16 Jahre Hochschullehre sowie Lehr-, Vortrags- und Austauschformate an insgesamt 14 Hochschulen. Längerfristig war ich in unterschiedlichen Bereichen der TU Wien (2012–2025) und an der Akademie der bildenden Künste Wien (2002–2007) tätig, darüber hinaus als Gastwissenschaftlerin an der TU Braunschweig und Gastdozentin an der OTH Regensburg. Weitere Einladungen zu Gastvorträgen, Workshops und fachlichem Austausch führten mich an Hochschulen in Wien, Graz, Linz und Innsbruck sowie international nach München, Dortmund, Frankfurt, Mainz und Erfurt.

Ein großes Auditorium mit vielen Menschen, die einem Vortrag zuhören, vor einer Präsentation auf einer großen Leinwand.
Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem hellen Raum an einem großen rechteckigen Tisch, diskutiert und notiert. Im Hintergrund ist eine große Wand mit einer Karte und einem Plakat mit dem Text „CAMPAIGNING!“ sichtbar.

Forschung zu Wohnen, Raum, Gesellschaft und Gleichstellung

WISSENSCHAFTLICH ANALYSIEREN

Die systematische Analyse räumlicher, gesellschaftlicher und institutioneller Zusammenhänge von Planung bildet einen zentralen Schwerpunkt meiner Arbeit. Im Zentrum stehen die Wechselwirkungen zwischen gebauter Umwelt, unterschiedlichen Lebensrealitäten, Gleichstellung und den strukturellen Bedingungen von Planung. Meine 2017 an der TU Wien abgeschlossene Promotion mit mehrfach ausgezeichneter Dissertation bildet dafür eine wesentliche wissenschaftliche Grundlage.

Dabei verbinde ich sozialwissenschaftliche Perspektiven mit Architektur-, Wohn-, Planungs- und Professionsforschung, Gender und Planung sowie sozialer Nachhaltigkeit und räumlicher Gerechtigkeit. In qualitativen und vergleichenden Studien, Wirkungsanalysen, Forschungsprojekten und Publikationen untersuche ich Gleichstellung und unterschiedliche Lebensrealitäten auch aus intersektionaler Perspektive – in der gebauten Umwelt ebenso wie in Planungskultur und institutionellen Strukturen; zudem bin ich als wissenschaftliche Gutachterin tätig.

Mehrere offene Architektur- und Baupläne, mit Fotos von Gebäuden, Grundrissen und Texten auf weißen Seiten.
Eine Frau erklärt eine Präsentation vor drei Frauen, die auf Stühlen sitzen. Die Präsentation ist an einer weißen Wand befestigt, inklusive Fotos, Skizzen und pinken Notizzetteln mit handgeschriebenen deutschen Notizen.

Hochschul- und Wissenschaftsmanagement

STRUKTUREN ENTWICKELN

Hochschul- und Wissenschaftsmanagement erweitert meine fachliche Perspektive um die institutionellen Bedingungen von Forschung, Lehre und akademischer Entwicklung. Dabei verbinden sich strategische Entwicklung, Governance, Qualitätsentwicklung und die Zusammenarbeit unterschiedlicher institutioneller Ebenen. Diese Erfahrung schärft meinen Blick auf Strukturen, Entscheidungswege und die Frage, wie fachliche Ziele institutionell verankert werden.

An der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien war ich von 2021 bis 2025 im Wissenschaftsmanagement tätig. Für Aufbau und Weiterentwicklung der Research School koordinierte ich die Zusammenarbeit zwischen Dekanat, Forschungsbereichen, Betreuenden und Doktorand:innen sowie TU-weit mit zentralen Einrichtungen und dem Vizerektorat. Ich evaluierte und optimierte Strukturen, Abläufe sowie Informations- und Vernetzungsangebote für Doktorand:innen. Zudem verantwortete ich Kolloquien, Konferenzen und Austauschformate sowie die nationale und internationale Vernetzung zu Doktoratsfragen.

Fünf Personen stehen vor einem Bildschirm, auf dem ein Zeitplan für wissenschaftliche Karrieren angezeigt wird.
Zwei Frauen sprechen bei einer Veranstaltung an einem Rednerpult mit TU Wien Logo, im Hintergrund ein Poster mit dem Text "Wissenschafts Kultur Wandel".

Sozial nachhaltige Planung und Gender Planning in der Praxis

TRANSFORMATION BEGLEITEN

In meiner heutigen Arbeit verbinden sich Planungserfahrung, wissenschaftliche Analyse, Wissenstransfer und institutionelle Perspektiven. Im Kontext der sozial-ökologischen Transformation verknüpfe ich soziale Nachhaltigkeit und räumliche Gerechtigkeit mit Gender-, Diversitäts- und Gleichstellungsperspektiven und entwickle gendertransformative Ansätze für Gebäude, Quartiere und Städte sowie Planungsstrukturen.

Seit 2014 arbeite ich an der Schnittstelle von Planung, Forschung, Verwaltung und Politik für öffentliche Institutionen, Hochschulen, Organisationen und weitere Auftraggeber:innen. Ich entwickle Studien und fachliche Grundlagen, bringe meine Expertise in Fachgremien und Dialogformaten ein, berate und begleite Planungs-, Entwicklungs- und institutionelle Veränderungsprozesse. Vorträge, Publikationen, Medienbeiträge, Konferenzen und Ausstellungen ergänzen diese Arbeit durch Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Planung und Gesellschaft.

Eine Frau steht vor einem Publikum bei einer Präsentation. Im Hintergrund ist eine große Projektionsfolie mit Text und Diagrammen. Es gibt einen bunten Stand mit einem aufgemalten Muster und der Schriftzug "wiener".
Eine Frau hält ein Papier in der Hand und spricht in einer Gruppe im Freien, umgeben von mehreren Frauen, einige mit Notizblöcken, während im Hintergrund Bäume, Häuser und geparkte Autos sichtbar sind.

Engagement in Fachgremien und Netzwerken

PLANUNGSKULTUR MITGESTALTEN

Sozial nachhaltige Planung entsteht nicht allein in Projekten, sondern auch in professionellen, fachlichen und akademischen Strukturen. Deshalb bringe ich meine Expertise über wissenschaftliche und beratende Tätigkeiten hinaus in Berufsvertretungen, Fachgremien und Netzwerke ein und wirke an Fragen von Gleichstellung, Diversität, Profession und Planungskultur auf nationaler und internationaler Ebene mit.

Berufspolitisch bin ich stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss Ziviltechnikerinnen der Länderkammer Ost und im österreichweiten Ausschuss kooptiert. Fachlich und wissenschaftlich bin ich Mitglied von ENHR – European Network for Housing Research, Habitologie – Wohnforschung im deutschsprachigen Raum und GenderArchland – Gender Perspektiven in räumlicher Planung. Im akademischen Kontext wirkte ich langjährig im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen und im feministischen Kollektiv Claiming*Spaces an der TU Wien mit.

Eine große Konferenzraum mit vielen Frauen, die an einer Besprechung teilnehmen. Einige sind maskiert, sitzen am Tisch und hören zu. Es gibt große Fenster mit Blick auf die Stadt. Im Hintergrund ist eine Leinwand mit dem Text 'another VIEW award 2024' zu sehen.
Fünf Personen nehmen an einer Gesprächsrunde teil, drei Frauen und zwei Männer, sitzen auf Stühlen und sprechen in einem Raum mit weißer Wand.

Lehre, Fachvorträge und Wissensvermittlung

Wie ich meine Expertise einbringe

Je nach Aufgabe verbinde ich Forschung und wissenschaftliche Analyse, fachliche Beratung, Wissenstransfer und Prozessbegleitung zu passenden Formaten.