Wohnungspolitische Instrumente für Frauen
Geladenes Interview für den Berichtsstandard Wohnbauförderung 2018, Schwerpunktthema wohnungspolitische Instrumente für Frauen, herausgegeben vom IIBW - Institut für Bauen und Wohnen
Die wohnungsbezogene Situation von Frauen im Vergleich zu Männern wird beleuchtet sowie Maßnahmen zum Austarieren von Ungleichheiten und Eingehen auf frauenspezifische Bedürfnisse aufgezeigt.
Frauen sind stärker von Wohnkostenüberlastung betroffen aufgrund schlechter Lohngerechtigkeit, hoher Teilzeitbeschäftigung und niedriger Pensionen. Besonders die Haushaltseinkommen alleinlebender Frauen und Alleinerzieherinnen belastet der stark gestiegene Wohnkostenanteil. Wohnungsüberbelag und Deprivation treffen Frauen stärker. Sie besitzen zudem seltener Eigentum als Männer.
Einkommensabhängige Wohnbeihilfen sind bedeutsam in der Leistbarkeit von Wohnen für Frauen. Der Gemeindebau hat eine Schlüsselfunktion in der Wohnversorgung armutsgefährdeter Haushalte und speziell bedürftiger Frauengruppen und bietet günstige Vergabekriterien, geringe finanzielle Einstiegshürden und niedrige Wohnkosten. Ein Drittel aller Wiener Alleinerzieherinnen und ein hoher Anteil an Pensionistinnen wohnt in Gemeindebauten.
Frauen tragen international die Hauptlast der Reproduktionsarbeit. Dadurch verbringen sie mehr Zeit in Wohnung, Wohngebäude und Wohnumfeld. Diese sollen entsprechende Alltagstauglichkeit aufweisen. Sogenannte „frauengerechte“ Planung spielt im Wiener Wohnbau seit den 1990er Jahren eine wichtige Rolle. Formulierte Planungsaspekte wurden in Pilotprojekten getestet, über die Leitstelle alltags- und frauengerechtes Planen und Bauen mit Gender Planning als Qualitätskriterien verankert und sind Bestandteil des öffentlichen geförderten Wohnungsneubaus.
Mehrere privat initiierte und öffentlich geförderte Frauenwohnprojekte wurden in partizipativen Prozessen mit frauenspezifischen Interessen entwickelt. Ziel ist integratives, gemeinschaftliches Wohnen und Leben in Frauenzusammenhängen. Alle Mietverträge sind in Frauenhand.
Leistung
Expertise für Kapitel zu wohnungspolitischen Instrumenten für Frauen in Berichtsstandard Wohnbauförderung 2018
Auftraggeber
IIBW Institut für Bauen und Wohnen, Projektpartner Alexis Mundt
Zeitraum
Dezember 2018
web
Studie auf website IIBW Institut für Bauen und Wohnen
Download
Kapitel Wohnungspolitische Instrumente für Frauen im Berichtstandard Wohnbauförderung 2018
Impressionen
Interview in DER STANDARD zu den Auswirkungen von Planung von Wohnumfeld, Wohngebäude und Wohnung auf Gleichstellung im Alltag
Gastvortrag bei Vorlesung Raum Gender Vielfalt an Fachbereich Stadt- und Regionalsoziologie der Studienrichtung Raumplanung der TU Dortmund
Vortrag im Verein Frauenhetz zu Bedarfen in Quartier, Wohnumfeld, Wohngebäude und bei Wohnungsgrundrissen
Geladene Teilnehmerin einer Fokusgruppe zum Fallbeispiel Wiener Stadtentwicklung und Gender Mainstreaming
Workshop zu Herausforderungen, Visionen und Strategien für Neugestaltung der Verbindungen dieser Lebensgrundlagen für eine sozialökologische Transformation
Hauptvortrag zu Planungskritierien für diese spezifische Zielgruppe bei Fachtagung 2023 des VAMV Deutschen Bundesverbandes Alleinerziehender
Vortrag zu Ergebnissen des Kapitels I Wohnen, öffentlicher Raum, Frauenanteil im 3. Wiener Gleichstellungsmonitor in einer der sieben Arbeitsgruppen
Autorin eines Kapitels zur Entwicklung der Gleichstellung von Frauen und Männern bei Wohnen, im öffentlichen Raum und Anteil in Planung
Autorin eines Essays zur Verbesserung des Lebens und Wohnens von Frauen in Bremer Ausstellungskatalog ‘Architektur für Alle?!’
Vortrag im Soroptimistclub Eisenstadt zu Projekten und konzipierten Modellen unterstützend nach Umbrüchen, Neuanfängen, im Alter
Mitautorin eines Buchkapitels zur Relevanz von gendersensibler Planung in Städte- und Wohnbau, am Beispiel der Wiener Planungspraxis in ‘Housing in Ireland - Beyond the market’
Website zur Sichtbarmachung der Ergebnisse dreier Lehrveranstaltungen zu Gender Planning und feministischen Perspektiven an TU Wien
Eröffnungsvortrag und Diskussion zu gendersensibler Stadt- und Wohnbauplanung der Veranstaltungsreihe der Stadt Bregenz Stadt für Frauen - Stadt für Viele
Autorin eines Kapitels in ARCH+ 244 zur Bedeutung einer gemeinsamen Vorgangsweise von Wohnpolitik und Frauenpolitik zur Erlangung von Gleichstellung
Vortrag zur Vorbildrolle von Wien bei gendersensibler Stadt- und Wohnbauplanung bei internationaler Tagung zu Gender Equal Cities
Expertin zu Stadterkundung aus Frauenperspektive im Rahmen von 100 Jahre Zulassung von Frauen zum Architekturstudium der Akademie der Bildenden Künste Wien
Website zur Sichtbarmachung von Wohnsituation und -bedürfnissen von Frauen aus Lehrveranstaltungen in Kooperation mit Wohnbauforschung Wien
Expertin zu leistbarem Wohnen für Frauen im Forschungsprojekt FrauenMUT der FH Burgenland. Schwerpunkte Wohnraumbedarf und –bedürfnisse
Seminar zur Gleichstellungs-Orientierung von Wohnbaupolitik in Österreich hinsichtlich Zugang und Leistbarkeit sowie Eignung von Wohnungen, Wohngebäude und Wohnumfeld


Vortrag zur Entwicklung von frauen- und gendersensiblem Wohnbau in Wien für irische Wohnbau-Delegationsreise der Friedrich-Ebert-Stiftung Dublin