Frauenperspektiven für eine Stadt des Alltags

Fachinterview zu Planung für bessere Lebensrealitäten von Frauen

Wie lässt sich Stadt so planen, dass sie den unterschiedlichen Lebensrealitäten ihrer Bewohner:innen gerecht wird? Der Beitrag von JETZT fragt, wie feministische und gendergerechte Stadtplanung den Alltag verändert – vom öffentlichen Raum und der Mobilität über Parks und Toiletten bis zum Wohnbau. Im Zentrum stehen die Entwicklung Wiens als internationale Vorreiterin und die Frage, was eine Stadt für alle heute leisten muss.

Anhand von Beispielen aus Wien und Schweden zeigt der Beitrag, wie Planungsentscheidungen unterschiedliche Auswirkungen haben: auf Wegeketten und Sorgearbeit, die Nutzung von Parks durch Mädchen, den Zugang zu öffentlichen Toiletten und die Verteilung von Raum und Infrastruktur. Gendergerechte Planung berücksichtigt soziale Rollen und unterschiedliche Lebenssituationen. Sie verbessert Alltagsbedingungen, stärkt Teilhabe und unterstützt zugleich klima- und sozialgerechte Stadtentwicklung.

Ich ordne die historische Ausgangslage in der Wiener Planung ein und erläutere, wie Gleichstellungsfragen im Wohnbau räumlich wirksam werden: durch gut nutzbare Stiegenhäuser, Gemeinschaftsräume, alltagstaugliche Abstellmöglichkeiten und Begegnungsbereiche im Haus und Wohnumfeld. Diese Qualitäten erleichtern Sorgearbeit und fördern nachbarschaftliche Unterstützung – für Frauen ebenso wie für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Der Beitrag macht sichtbar, dass eine gerechte Stadt bei der Frage beginnt, wessen Alltag Planung zum Maßstab nimmt.


 

Meine Leistung
Fachliche Einordnung zu feministischer und gendergerechter Stadtplanung sowie alltagsgerechtem Wohnbau

Auftraggeber
JETZT.at; Autorin: Doris Vettermann

Veröffentlichung
Doris Vettermann: „Kann Schneeräumung sexistisch sein? Was sich in der Stadt ändert, wenn Frauen die Planung übernehmen“, JETZT.at, 21. Oktober 2026. jetzt.at

Link
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Wien – Feministische Vorreiterrolle und Zukunft