Studie Vereinbarkeit Architekturberuf Familie

Mitautorin der Berufsfeldstudie zur Untersuchung der Vereinbarkeit von Architekturberuf und Familie und zur Verfügung stehender Strategien, Modelle und Erfahrungen

Die berufsspezifischen Rahmen- und Arbeitsbedingungen in der Architekturpraxis, die die Vereinbarkeit besonders erschweren, werden mittels internationaler Recherchen und ExpertInnenbeiträgen erfasst. Diese Bedingungen führen dazu, dass viele Architektinnen mit innerfamiliärer Hauptverantwortung für Kinderbetreuung den Architekturberuf nur mehr eingeschränkt ausüben oder in andere Berufsfelder wechseln. International auffällig ist die starke Reduktion des Frauenanteils im Zuge der Berufskarrieren von ArchitektInnen.

Anhand von Interviews, Umfragen, Workshops und einer Podiumsdiskussion werden positive und negative Erfahrungen von ArchitektInnen zusammengetragen. Daraus werden Strategien und Modelle für eine zufriedenstellende Vereinbarkeit formuliert sowie Handlungsbedarf erhoben. Für die bewusste, individuelle Entscheidungsfindung wird ein Baukastensystem entwickelt, in dem Zusammenspiel, Wechselwirkungen und Konsequenzen von Entscheidungen betreffend Arbeitsverhältnis, Arbeitszeit, räumliche Organisation und private Organisation dargelegt werden.

Empfohlen wird auch eine bewusste, kritische Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeits-Problematik an Universitäten wie auch in der Architektenschaft. Ungeschriebene Regeln und Handlungsmuster im Architekturberuf betreffend Arbeits- und Organisationsformen, Arbeitszeitkultur und Geschlechterrollen sollen ausformuliert, kritisch hinterfragt und neu definiert werden. Ein beruflicher Wertewandel ist demnach ebenso wichtig wie die Veränderung der in Österreich stark verankerten, traditionellen Geschlechterrollen und der hohen, geschlechtsspezifischen Einkommensdifferenz.


 

Leistung
Mitautorin der Studie Vereinbarkeit Architekturberuf und Familie. Strategien, Modelle, Erfahrungen

Autorinnen
Anne Isopp, Silvia Forlati, Sabina Riß

Kooperationspartnerinnen
wonderland – platform for european architecture ig-Architektur

Projektfinanzierung
Margarete Schütte-Lihotzky Projektstipendium 2014 des Bundeskanzleramtes Österreich.
Förderung für Genderprojekte der Frauenabteilung der Stadt Wien MA 57.
Ziviltechnikerinnenausschuss der Bundeskammer für ArchitektInnen + IngenieurkonsulentInnen.

Zeitraum
Jänner 2014 bis Jänner 2015

Umfang
Studie 92 Seiten

Podiumsdiskussion
Info auf ig_architektur
Info auf nextroom
Info auf www.gat.st
Projektbericht Gruppen- und Podiumsdiskussion als Netzwerk-

Studie
Info zur Studie auf wonderland.cx
Download der Studie
Raum-Zeitmodelle Pixie-Buch

Blog
Blog auf ig-architektur.at

Impressionen



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